| Repertoire | Die Parforcejagd | Schleppjagd | Internationale Hubertusjagd |
| Alphornbläser | Jagdhornbläser | Vorstand |
Die Vorgeschichte des Vereins
beginnt mit der Gründung der Hornbläser in der Jägervereinigung St. Hubertus
im Jahr 1974. Initiator war Arthur Gaul, den man somit als den Gründervater des
heutigen Bläserkorps bezeichnen kann. Geblasen wurde damals ausschließlich auf
Fürst-Pless-Hörnern.
1977 trat man zum ersten Wettstreit in
Pilgerzell an und errang gleich den ersten Platz.
Durch den Erfolg ermutigt, wurden 1978 die
ersten Parforcehörner angeschafft, mit denen man die Hubertusmesse einübte.
In Böckels wurde zur ersten Reitjagd
aufgeblasen und bald darauf, im Oktober 1978, wurde die erste Hubertusmesse in
Petersberg aufgeführt.
Im Juni 1980 trennten sich die Bläser von
der Jägervereinigung St. Hubertus und gründeten einen eigenen Verein.
Die Gründungsversammlung des
1. Jagdhornbläsercorps Petersberg fand am 17.06.1980 statt.
| Ein Vorstand wurde
gewählt: |
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| 1. Vorsitzender | Heinz Gaht |
| 2. Vorsitzender | Albert Kircher |
| Schriftführer | Stephan Kirst |
| Kassierer | Walter Herzig |
Im selben Jahr nahm das Jagdhornbläsercorps am Deutschlandpokal in Alsfeld teil und wurde Sieger in der Hörnerklasse.
Beim ersten Vereinsausflug nach
Meran 1981 gab es einen unvergesslichen Auftritt auf der dortigen
Galopp-Rennbahn.
Die sechs Söhne von
Vereinsmitgliedern waren ein starker Nachwuchs, der unter Anleitung von Heinz
Gaht beim Neujahrsblasen 1987 zu ersten Mal auftrat.
Bei den Landesmeisterschaften
des Hess. Musikverbandes in Rommerz 1989 belegte das Jagdhornbläsercorps den
ersten Platz.
Das 10-jährige Jubiläum fand am 25.08.1990 im Bürgerhaus Steinhaus statt und wurde mit einem ersten Bläsertreffen verbunden. Die Gäste des Bläsertreffens kamen aus dem Königreich Flieden, vom Florenberg, aus Lämmerspiel, die Rhön–Vogelsberger waren dabei, die Rotenseer, die Niddaer, die Rasdorfer und das Jagdhornbläserkorps Lage-Lippe.
Im August 1990 belegte man im
Wettstreit um den Vorderrhönpokal in Arzell den zweiten Platz.
Im Oktober 1990 wurde mit dem Ländlichen
RuFV Eiterfeld zu dessen 40-jährigem Jubiläum in Geisa Thüringen die erste
Schleppjagd in den neuen Bundesländern veranstaltet.
1992 errang man bei einem
Wettbewerb in Langgöns den ersten Platz in der Hörnerklasse.
Ostern 1993 führte ein
Vereinsausflug wiederum nach Südtirol. Hörner erklangen auf der Saiser-Alm und
erste Blasversuche auf einem Alphorn wurden unternommen.
1997 wurden vier Alphörner
angeschafft, davon werden heute noch drei geblasen.
1998 wurden wir Mitglied der
Reiterlichen Jagdhornbläser-Gilde, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die
reiterliche Bläsertradition zu wahren und zu fördern.
Im Juni 1999, bei der ersten
Teilnahme an einem Europäischen Vergleichswettkampf der Reiterlichen Jagdhornbläsergilde
auf Burg Sayn, errangen wir in der Stimmung B Platz 5 und in der Stimmung Es
den12. Platz. Aller Anfang ist schwer.
Um uns technisch und
musikalisch weiterzuentwickeln, nahmen wir an Bläserseminaren teil. So meldeten
wir uns im Januar 2000 in Dieburg an. Dort hörten wir viel Neues über Atmung,
Ansatz, Intonation, Phrasierung und Stütze. Wieder zurückgekehrt, gab es eine
große Verunsicherung in unsrer Gruppe. Im Juni löste sich das Bläserkorps
aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen über den weiteren Weg fast auf, und
das vor dem 20-jährigen Jubiläum.
Dieser Schrumpfungsphase folgte
eine Konsolidierungsphase, in der wir Unterstützung aus unterschiedlichen
befreundeten Bläsergruppen bekamen, für die wir uns herzlich bedanken.
Im August 2000 fand ein großes
Bläsertreffen zum 20-Jährigen Bestehen statt. Gäste des Bläsertreffens kamen
vom Giebelrein, aus Rotensee, vom Blauen Eck Freiensteinau, aus dem Königreich
Flieden, vom Florenberg, aus Hünfeld, Rasdorf, Rotenburg/Fulda, von Rhön –
Vogelsberg, aus dem Kannenbäckerland und vom Hohen Flug Jena.
Ebenfalls im August 2000 traten wir zum
ersten Mal in Wiesbaden beim Internationalen Pfingstturnier auf.
Im November 2000 wurde anlässlich des 20-jährigen Bestehens mit dem Verein der
Jagdreiter Fulda und der Vogelsbergmeute eine Schleppjagd auf Schloss Fasanerie
veranstaltet.
Mit dem Kauf von sechs neuen
Parforcehörnern der Fa. Ewald Meinl Geretsried traten wir in eine neue
musikalische Ära ein.
Im Jahre 2001 studierten wir
mit der Bläsergruppe Idstein, den Reiterlichen Jagdhornbläsern Taunusstein und
der Bläsergruppe des RuFV Hohenstein mit Pauken und Trompeten den Großen
Zapfenstreich ein. Die Leitung hatte der Dirigent Wolfgang Seidemann aus
Riedstadt.
Im November durften wir die
Diplomaten-Reitjagd des deutschen Bundestags in Neustadt Dosse musikalisch
begleiten. Abends wurde auf der großen Freitreppe des Gestüts, umrahmt von
Fackelträgern der Bundeswehr der Große Zapfenstreich uraufgeführt.
Im August 2002 veranstalteten
wir unser erstes Jagdhornbläsertreffen auf Schloss Fasanerie. Es nahmen aus dem
Fuldaer Raum teil: Florenberg, Giebelrain, Rhön-Vogelsberg, Flieden, Hünfeld
und Rotenburg. Aus der weiteren hessischen Umgebung: Taunusstein, Hohenstein und
Eddersheim. Aus Bayern: Eschau und Obernburg und aus der Pfalz: Fußgönnheim.
Abgerundet wurde das Programm durch Jagdhunde- und Falkenvorführungen.
Vom 12.-13. 07 .2003 richteten
wir das Landesbläsertreffen der Reiterlichen Jagdhornbläser-Gilde auf Schloss
Fasanerie aus. Auch hier wurde der Große Zapfenstreich mit den Naturhornbläsern
Hessen aufgeführt.
Im Jahr 2004 nahmen wir zum
ersten Mal mit acht Bläsern am Bundeswettbewerb der Reiterlichen Jagdhornbläsergilde
in Zeitz bei Leipzig teil. Wir errangen in der Stimmung Es den 5. Platz, was man
als den größten Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte bezeichnen kann.
Im Januar 2005 fand unser
Neujahrsblasen im Rathaus zu Petersberg und in der Kreisverwaltung Fulda bei
Landrat Fritz Kramer zum 25. Mal statt. Zum ersten Mal im roten Rock.
Unsre neuen Jagdröcke, der
Franzose nennt sie auch Tenue, sind eine Nachbildung der scharlachroten Röcke
der berittenen Bläser des Erbprinzen Ludewig von Hessen-Darmstadt.
Er ritt im 18. Jahrhundert in französischer Manier hinter der Meute durch die
hessischen Wälder auf der Fährte des flüchtigen Hirsches und fiel wohl auch
ein in den stimmungsvollen Klang der Parfocehornfanfaren, die nach oft
stundenlanger wilder Hatz mit dem „Halali“ das Ende der Jagd ankündigten.
Der Hirsch hatte sich gestellt und der fürstliche Jagdherr konnte ihm den Fang
geben.
Mit diesem stimmungsvollen Bild endet unsre Chronik.
Fulda, 25. 6. 2005
Klaus Becker
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Erfolge des Bläserkorps: |
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| Veranstaltung | Ort | Platzierung | |
| 1980 | Deutschland Pokal | Alsfeld | 1 Platz |
| 1981 | Hess. Landeswettb. | Hungen | 1 Platz |
| 1981 | 2. Intern. Musikwettstr. | Rückers | 2 Platz |
| 1982 | 2. Musikwettstreit | Pilgerzell | 1 Platz |
| 1982 | DRK Fulda | Fulda | 1 Platz |
| 1988 | Osthessenpokal | Rückers | 2 Platz |
| 1989 | Hess. Musikverband | Rommerz | 1 Platz |
| 1990 | Vorderrhönpokal | Arzell | 2 Platz |
| 1992 | Hess. Musikverband | Langgöns | 1 Platz |
| Ab 1999 nur Gildewettbewerbe International | |||
| 1999 | Inter. Vergleichsblasen | Burg Sayn | 5.Platz |
| 2004 | Bundeswettbewerb | Leipzig | 5. Platz |
| 2006 | Bundeswettbewerb | Fulda | 5. Platz |